Bauleistungsversicherung – Tipps

Ist eine Bauleistungsversicherung sinnvoll oder nicht?

Wer sich entscheidet, den Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen, sollte sich frühzeitig mit der Frage auseinandersetzen, wie er sich gegen eventuelle Risiken beim Hausbau absichern kann. Im Zuge dieser Überlegungen muss auf die Bauleistungsversicherung als eine der grundlegendsten Versicherungsarten für das Gebiet Hausbau hingewiesen werden. Sie ist vergleichbar mit einer Vollkaskoversicherung, die im Automobilbereich angeboten wird.

 

Da die Erstellung eines Gebäudes jedoch mit einem wesentlich höheren finanziellen Aufwand verbunden ist, kann die Bauleistungsversicherung durchaus als Pflicht für alle Bauherren angesehen werden. Sie stellt eine umfassende Absicherung des Bauherren gegen die meisten Schadensmöglichkeiten dar, die seinen Bau stören, somit verlängern und enorm verteuern könnten. Zu den möglichen Schadensursachen, die im Rahmen einer Bauleistungsversicherung abgesichert werden, zählen zum einen extreme Witterungsverhältnisse wie Sturm, schwerer Hagel- oder Schneefall, sowie Überschwemmungen; zum anderen ist der Bauherr aber auch gegen schadhaften Baugrund, Vandalismus, Fahrlässigkeit und Material- oder Konstruktionsfehler während der Hausbauphase abgesichert.

Für einen durch Feuer verursachten Schaden, haftet die Bauleistungsversicherung jedoch in der Regel nicht, sodas eine kostenpflichtige Zusatzvereinbarung mit der entsprechenden Versicherungsgesellschaft getroffen werden muss. Zur Absicherung gegen das Feuerrisiko besteht außerdem die Möglichkeit einer seperaten Feuerrohbauversicherung.

Der Versicherungsschutz der Bauleistungsversicherung erstreckt sich im Schnitt über einen Zeitraum von 24 Monaten, spätestens aber bis zur Fertigstellung des geplanten Gebäudes. Im Falle einer unvorhersehbaren Verlängerung der Bauzeit besteht für den Versicherungsnehmer jedoch die Möglichkeit gegen einen Mehrbetrag die Versicherungszeit zu verlängern.

Die Kosten für eine Bauleistungsversicherung werden meist in einem Einmalbetrag bei Abschluss der Versicherung erhoben. Für die Berechnung des Versicherungsbeitrages werden unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:

1. die gesammte Bausumme inklusive aller geplanten Eigenleistungen
2. die Quadratmeterzahl der zu erstellenden Wohnfläche
3. der Gebäudetyp (Ein-, Zwei- oder Mehfamilienhaus)
4. besondere technische Außenanlagen, wie zum Beispiel einePhotovoltaikanlage
5. die Bauart des Gebäudes (Fertig- oder Massivbau)

Die reellen Kosten für eine Bauleistungsversicherung sind somit sehr unterschiedlich und können sich je nach Tarif von wenigen hundert zu einigen tausend Euro erstrecken.

Da es im Bereich der Bauleistungsversicherung verschiedenste Anbieter gibt, deren Versicherungsumfang, sowie Regelungen zur Selbstbeteiligung sich sehr unterscheiden, kann ein Vergleich der vielfältigen Versicherungstarife helfen, bares Geld zu sparen. Hierzu stehen verschiendene Vergleichsrechner im Internet zur Verfügung. Auch eine Koppellung an eine Bauherrenhaftpflichtversicherung macht unter Umständen Sinn. Eine Bauleistungsversicherung schützt Bauherren und Bauunternehmer vor Schäden, die nicht vorhersehbar sind und während der Bauzeit entstehen. Dazu zählen insbesondere höhere Gewalt wie Sturm und Hochwasser. Da die Preise der Policen zum Teil sehr stark variieren, lohnt es sich, einen Konditionenvergleich für die Bauleistungsversicherung zu starten.