Braucht man eine Gebäudeversicherung?

Der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung bzw. Gebäudeversicherung bzw. Gebäudebrandversicherung ist für den Immobilieneigentümer wichtig, dennoch keine Pflicht.

Hauskauf, Wohnungskauf- Immobilienbesitzer aufgepasst!

Dennoch sollte jeder Hauskäufer bzw. Hausbesitzer sich aber genau überlegen, ob er auf diesen wichtigen Schutz verzichten kann und einen eventuell auftretenden Schaden, der ja durchaus zum Totalverlust des Gebäudes führen könnte, selbst tragen kann. Wird die Anschaffung der Immobilie durch eine Bank finanziert, so ist der Abschluss einer Gebäudeversicherung oft Bedingung für den Darlehensvertrag. Genau hinsehen sollten Besitzer einer Eigentumswohnung.

Meist besteht zwar bereits eine Gebäudeversicherung, aber ob auch wirklich alle Einbauten der eigenen Wohnung versichert sind, sollte genau überprüft werden.

Was leistet diese Versicherung?

Standardmäßig ist durch diesen Vertrag das genau benannte Gebäude einschließlich Nebengebäuden versichert. Dazu gehören auch alle Einbauten in die Immobilie, wie etwa die Einbauküche oder Aufzüge. Weitere Bauten, zum Beispiel Gartenhäuser oder Gewächshäuser, die sich auf dem Grundstück befinden, können in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden.

Häufig wird eine sogenannte verbundene Wohnraumversicherung abgeschlossen. Das sind eigentlich drei Einzelverträge, die das Gebäude vor Sturm und Hagel, vor Feuer und Blitzschlag sowie vor Leitungswasser schützen. Bei der Versicherung von Feuerschäden, also bei der Gebäudebrandversicherung, gilt es jedoch eine Besonderheit zu beachten. Sie ersetzt Schäden nur, wenn der Brand ohne einen bestimmungsgemäßen Brandherd entstanden ist oder wenn das Feuer diesen verlassen und sich selbständig ausgebreitet hat.

So ist ein Kamin, der durch einen Brand vernichtet wird, nicht durch die Versicherung gedeckt, auch wenn er die Ursache für das Feuer war. Erstattet werden aber durch diesen Brand entstandene Schäden am Mobiliar, wenn das Feuer sich im Raum ausgebreitet hat. Der Ersatz für Wasserschäden ist ebenfalls oft stark reglementiert.

Die Versicherung leistet üblicherweise im Schadensfall Ersatz für beschädigte Gebäudeteile. Sie kann aber auch in Anspruch genommen werden, wenn Abbruch- oder Aufräumkosten angefallen sind, sie übernimmt auch Gutachterkosten und Mietausfall.

Ist der Einschluss weiterer Leistungen möglich?

In der Wohngebäudeversicherung kann der Hausrat generell nicht mitversichert werden. Dafür muss eine Hausratversicherung abgeschlossen werden. Aber in die Police der Gebäudeversicherung können weitere Teilleistungen eingeschlossen werden, wie zum Beispiel eine Deckung für Überspannungsschäden, für Glasbruch, für Fußbodenheizungen oder Photovoltaikanlagen.

Was kostet eine Gebäudeversicherung?

Vor Abschluss eines Versicherungsvertrages sollte der Immobilienbesitzer einen umfangreichen Vergleich der Angebote der vielen Versicherungsgesellschaften beginnen. Dabei geht es nicht nur um den günstigsten Tarif, sondern auch um die Details der Leistungen im Schadensfall. Eine Angabe der jährlichen Kosten für diese Versicherung ist nicht ohne weiteres möglich. Zu unterschiedlich sind die individuellen Bedingungen. Auf vielen Vergleichsportalen im Internet lassen sich jedoch Berechnungen anstellen, die die genauen Umstände und Daten der Immobilienbesitzer berücksichtigen. So erhalten diese detaillierte Vorschläge für günstige Versicherungen. Preislich interessante Angebote für ein Einfamilienhaus mit ca. 120 qm Wohnfläche beginnen schon ab 200 Euro Jahrestarif.

Entscheidende Preisfaktoren der Gebäudeversicherung

Grundlage der Beitragsberechnung der Police ist die Angabe der Wohnfläche. Auch das Baujahr der Immobilie ist entscheidend. Daraus errechnet der Versicherer unter anderem den Wert der Immobilie, den er im Verlustfall ersetzen müsste. Die Bauweise des Hauses, die Beschaffenheit von Fenstern, Türen und Dach wird ebenfalls erfragt. Angegeben werden auch die Geschossanzahl sowie die genutzten Flächen im Keller und unter dem Dach. Bei der Abfrage der Details spielt auch die Ausstattung des Hauses eine große Rolle. Die Heizungsart hat Einfluss auf die Risikobewertung der Versicherung, eine gehobene Ausstattung treibt die Kosten der Schadensregulierung später in die Höhe. Einzelne Risiken wie ein Wasserbett, ein Heizöltank oder eine Solaranlage müssen zusätzlich versichert werden. Sollen in den Versicherungsschutz die Elementarschäden mit aufgenommen werden, erfolgt die Einordnung der Immobilie in eine Gefahrenklasse. Diese ergibt sich vor allem aus der Lage des Grundstücks. So ist die Elementarversicherung in einigen Gegenden nur gegen Aufpreis möglich. In durch Hochwasser gefährdeten Landschaften wird sie sogar ganz ausgeschlossen.

Fazit

Eine Wohngebäudeversicherung ist für den Immobilienbesitzer unverzichtbar, nicht nur, wenn er sein Eigenheim finanziert hat. Ein Schadensereignis kann schnell zu erheblichen finanziellen Belastungen führen, die dann neben dem Ärger um das Haus und die Beseitigung der Schäden noch hinzukommen. Um bei den vielen Angeboten der Versicherungsgesellschaften das Passende zu finden, sind Versicherungsvergleiche im Internet eine gute Wahl. Identische Vorgaben bei den Versicherungswünschen bringen erhebliche Beitragsunterschiede ans Licht. Da die Leistungen der Wohngebäudeversicherungen standardisiert sind, unterscheiden sich die Verträge selbst oft nur minimal. Der Gebäudeinhaber kann sich ruhig für ein preisgünstiges Angebot entscheiden (Tipp:Darauf sollten Sie achten!).

Zusatzangebote sind meistens so speziell, dass sie nur für sehr wenige Schäden Schutz versprechen, die jährlichen Kosten für die Police jedoch in die Höhe treiben.